Neubau der Maria-Probst-Realschule 

Neubau der Maria-Probst-Realschule 

Der Neubau an der Reutberger Straße zeigt, wie es gelingen kann auch in einer gewachsenen innerstädtischen Struktur einem gestiegenen Raumbedarf gerecht zu werden und attraktive Freiflächen mit intensivem Grün und hoher Aufenthaltsqualität zu schaffen. 

Rund um den Gotzinger Platz befinden sich eine Grundschule, eine Mittelschule und eine Realschule inmitten eines gewachsenen Quartiers mit teilweise denkmalgeschützter Wohnbebauung und altem Baumbestand. Mit dem zweiten Schulbauprogramm wurde die Erweiterung der Maria-Probst-Realschule um zwei Lernhauscluster mit den notwendigen Fach- und Nebenräumen, einer Mensa sowie einer THV-Dienstwohnung beschlossen, um auf den steigenden Raumbedarf reagieren zu können. Darüber hinaus bestand Bedarf für ein Haus für Kinder mit drei Krippen-, drei Kindergarten- und einer Hortgruppe.

Unter Berücksichtigung der städtebaulichen Situation und des umfangreichen Raumprogramms entwarfen Schwinde Architekten einen kompakten viergeschossigen Hauptbaukörper, der die Trauflinien der angrenzenden Blockrandbebauung sowie die Vorgartenzone entlang der Reutberger Straße aufnimmt. In diesem Baukörper sind im Wesentlichen das Raumprogramm der Realschule sowie die Mensa für alle Schulen am Standort untergebracht. Das Haus für Kinder schließt mit einem zwei- und einem dreigeschossigen Bauteil daran an. In deren Mitte entsteht ein geschützter Freibereich mit hoher Aufenthaltsqualität für die Kinder. Mit diesem Innenhof der westlichen Freifläche wurde die Gartenfläche des Gesamtareals weitgehend für das Haus für Kinder in Anspruch genommen, sodass die Freiflächen der Realschule auf dem Dach des Hauptbaukörpers untergebracht wurden. 

Besonderen Wert legten die Verantwortlichen auf Maßnahmen, die zu einer nachhaltigen Architektur beitragen:

  • Energetisch wirksame Gebäudehülle zur Senkung des Endenergiebedarfs und der Energiekosten auf ein Minimum
  • Dreifachisolierverglasung mit wirkungsvollem Sonnenschutz zur Reduzierung der Wärmelasten
  • Optimierung der Glasflächen zu den opaken Bauteilen hinsichtlich notwendiger Beleuchtung mit Tageslicht und Reduzierung des Wärmeeintrags über transparente Flächen sowie einem minimierter Kunstlichtbedarf
  • Einhaltung des sommerlichen Wärmeschutzes
  • Verwendung von einfachen, umweltfreundlichen Materialien (Recyclingfähigkeit)
  • Kombination aus wirtschaftlichen Konstruktionsprinzipien und modularer Bauweise im Ausbau
  • Energetische Wirtschaftlichkeit durch kompakten Baukörper (geringe Abstrahlfläche, dadurch Betriebskostenersparnis)
  • Sicherstellung eines sehr guten akustischen Raumklimas zur Steigerung der Leistungsfähigkeit von Schülern und Lehrkräften durch akustisch wirksame abgehängte Decken im Einklang mit dem Beleuchtungssystem
  • Regenwasserrückhaltung durch Extensiv-Begrünung der Dachflächen
  • Wirtschaftlichkeit durch Betriebs- und Energieoptimierungen

Der Neubau an der Reutberger Straße ist ein weiteres Beispiel für eine erfolgreiche, quartiersbezogene Nachverdichtung zur Sicherstellung von Kinderbetreuungsplätzen und der schulischen Infrastruktur. Die wenigen zur Verfügung stehenden Flächen wurden dabei bestmöglich ausgenutzt und der alte Baumbestand konnte weitestgehend erhalten bleiben.

Foto: Henning Köpke für Baureferat

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