Ich liebe Baustellen.

Für die meisten bedeuten Baustellen Chaos, Lärm und Staub. Für mich bedeuten sie den Verweis auf eine positive Zukunft.
Insbesondere Baustellen im Bestand haben es mir angetan. Sie erzählen nicht allein von ihrer Zukunft, sondern insbesondere auch von ihrer Vergangenheit und geben uns und dem Stadtraum dadurch Identität. Daher sind sie neben ihrer Bedeutung im Zusammenhang mit der Bauwende, die zurecht ein Arbeiten mit dem Bestand in den Vordergrund rückt, von unermesslicher Bedeutung für die Identität unserer Gesellschaft und erreichen so auch eine politische Dimension.
Aber sie bringen auch jede Menge Herausforderungen mit sich, wie gerade mal wieder ein aktueller Baustellenbesuch im BBZ in der Luisenstrasse zeigte. Von engstem städtebaulichem Kontext in der dichtesten Stadt Deutschlands und deren Herausforderungen für die Baulogistik bis hin zum Denkmalschutz. Von Ertüchtigungen in Brandschutz und Haustechnik bis hin zu innovativsten Lösungen für statische Ertüchtigungen. Von Erhalt und Reuse zu neuen Nutzungskonzepten in den alten Strukturen. Dass die Lösung dieser Herausforderungen nicht nur möglich ist, sondern zu herausragenden zukunftsorientierten Raumlösungen führen kann, beweisen immer mehr dieser Projekte.