Landgestaltungskommissionen gefordert!
Seit einiger Zeit finden sich immer mehr herausragende Architekturbeispiele vom Bauen auf dem Land in unseren Medien. Projekte, die sich regionaler Materialien bedienen, den Kontext respektieren und doch ihre Eigenständigkeit bewahren. Projekte, die in ihrer Einfachheit so viel Leidenschaft für das Planen und Bauen vermitteln. Projekte, die für die hervorragende Zusammenarbeit aller am Bau Beteiligten stehen. Projekte, die über sich hinauswirken und ländliche Donuts wieder zu wunderbar gefüllten Krapfen machen.
Doch leider sind sie nach wie vor ein Einzelfall. Bewegt man sich offenen Auges durch klassische Dörfer im näheren Umfeld, muss man diese herausragenden Beispiele leider noch immer wie die Nadel im Heuhaufen suchen. Vielmehr herrschen wilde Mixturen an Stilen, Materialien und Farbwelten vor, die von ganz anderen Dingen künden als von den oben gelobten.
In Städten existieren seit langem neben den örtlichen Genehmigungsbehörden auch beratende Stadtgestaltungskommissionen. Mögen sie den einen oder anderen Bauwilligen auch in ihrer vermeintlichen Gestaltungsfreiheit beschränken, so stehen sie doch unterm Strich in Abhängigkeit ihrer Besetzung für die Einhaltung eines grundlegenden Baukulturniveaus im Sinne einer regionalen Identität. Wären derartige Qualitätsgaranten einer Baukultur nicht auch oder gar ganz besonders für ländliche Regionen erforderlich?
Eine persönliche Initiative, dies in meinem direkten Kontext anzuregen und mich hier auch selbst ehrenamtlich zu engagieren, ging leider vor einiger Zeit ins Leere. Der Wunsch steht also noch auf der Liste. Vielleicht ein Projekt für 2026. Was meint ihr?

