Ersatzneubau Salzlagerhalle an der Planegger Straße 

Ersatzneubau Salzlagerhalle an der Planegger Straße 

Noch hat uns der Winter fest im Griff. Zur Sicherstellung der Verkehrssicherheit bei glatten Straßen werden dafür in der Zeit von Oktober bis April circa 13.500 Tonnen Streusalz benötigt. Gelagert wird dieses auf den städtischen Betriebshöfen. Beispielsweise in der neuen Salzlagerhalle an der Planegger Straße 111. 

Auf dem Betriebshof, der für den Straßenunterhaltsbezirk West zuständig ist, befinden sich zwei Salzlagerhallen. Die neuere stammt aus dem Jahr 2012, die ältere allerdings schon aus den 1970er Jahren. Sie war aufgrund ihres Alters in einem sanierungsbedürftigen Zustand.  Insbesondere die korrodierende Wirkung des gelagerten Streusalzes hatte hier zu entsprechenden Schäden geführt. Nachdem auch das statische Gutachten ergab, dass die Halle nur noch unter Beachtung von Sicherheitsmaßnahmen und unter geminderter Schütthöhe eingeschränkt nutzbar war, wurde beschlossen, sie durch einen Neubau zu ersetzen. Dieser ähnelt in Größe und Orientierung der alten Halle und wurde am gleichen Standort wieder errichtet. Auch die Lagerkapazität von 1.000 Tonnen wurde beibehalten

Aufgrund der guten Korrosionsbeständigkeit hat sich Holz für diese Bauaufgabe als optimales Konstruktionsmaterial herauskristallisiert. In diesem Fall ruht die tragende Holzkonstruktion auf einem umlaufenden Betonsockel, der Boden wurde asphaltiert. Das große Tor an der Stirnseite und einfache Lüftungselemente unterhalb des Ringbalkens sorgen für eine natürliche Belüftung der Halle, um Kondensatbildung zu verhindern und das Salz nicht verklumpen zu lassen. Die Innenwände wurden mit Baufurniersperrholz (BFU) bekleidet, die Fassade erhielt eine vertikale Verschalung aus Lärchenholz. Darüber hinaus soll eine Fassadenbegrünung angebracht werden. Die Dachflächen erhielten eine Deckung aus Faserzement Wellplatten. Zusätzliche Photovoltaik-Module, um die für den Bau eingesetzte graue Energie zu kompensieren, werden noch ausgeführt.

Foto: Andreas Holzapfel für Baureferat

Architektur: Andreas Ferstl Architekten (LPH 1-4)
Andreas Holzapfel, uns architektur und städtebau (ab LPH 5)